Heute möchte ich euch die bewegende und inspirierende Geschichte eines der talentiertesten jungen Tänzer unseres Stipendienprogramms erzählen – eines Kindes, dessen Rhythmus hell erstrahlt, trotz der Schatten, die das Leben auf ihn geworfen hat.
Goshitha Geeth Bimsara, der fast zwei Stunden von unserem Zentrum entfernt wohnt, ist ein Schüler der 8. Klasse, der unsere Herzen im Sturm erobert hat. Bei der diesjährigen Stipendienverleihung in Karlsruhe stach Goshitha als einziger Junge hervor, der den Bereich Tanz vertrat. Sein natürliches Gespür für den Tanz ist unbestreitbar – wer die Videos von unserer jüngsten Veranstaltung gesehen hat, weiß, dass sein unglaubliches Talent auf der Bühne für sich selbst spricht. Tanzen ist nicht nur seine Beschäftigung – es ist sein absolutes Lieblingsfach und seine Leidenschaft. Was ihn jedoch wirklich besonders macht, ist seine Ausgeglichenheit. Er zeichnet sich gleichermaßen in der Schule aus und ist bei seinen Lehrern als außergewöhnlich gehorsamer, liebevoller und engagierter Schüler bekannt.
Um seine Lebensrealität aus erster Hand zu erleben, habe ich ihm kürzlich einen Besuch zu Hause abgestattet. Als ich sein Zuhause betrat, verschwanden alle meine Zweifel und machten einer tiefen Erkenntnis Platz: Die Auswahl von Goshitha für dieses Programm war zweifellos die richtige Entscheidung.
Goshitha lebt in einem bescheidenen Zuhause mit seiner Mutter, seinem Vater und zwei jüngeren Brüdern, die derzeit die 6. und die 3. Klasse besuchen. Hinter seinem strahlenden Lächeln verbirgt sich eine schwere familiäre Realität. Sein Vater ist derzeit arbeitslos und kämpft mit schweren neurologischen und psychischen Erkrankungen. Nach einem kürzlich erlittenen Schlaganfall ist der Vater teilweise gelähmt und nur noch in der in der Lage seine persönlichen Bedürfnisse zu bewältigen. Darüber hinaus leidet er aufgrund des Ausfalls zweier wichtiger Nerven im Gehirn unter einer Sprachstörung. Dieser Gesundheitszustand bringt unvorhersehbare Turbulenzen in den Haushalt.
Manchmal wird das Verhalten des Vaters aggressiv und unberechenbar, was für die Kinder ein äußerst belastendes und schwieriges Umfeld schafft. Um ihre Familie zu schützen und Essen auf den Tisch zu bringen, arbeitet Goshithas Mutter unermüdlich und betreut Kinder in einem anderen Haushalt. Das gesamte Überleben der Familie hängt von ihrem mageren Verdienst und staatlichen Sozialleistungen ab. Trotz der immensen finanziellen Not und der angespannten Atmosphäre zu Hause hat uns während unseres Gesprächs vor allem das unerschütterliche Engagement der Mutter für die Bildung ihrer Kinder tief bewegt. Jedes ihrer Worte spiegelte das Gelübde einer Mutter wider, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Durch unser herzliches Gespräch wurde mir bewusst, welche tiefe emotionale und finanzielle Erleichterung dieses Stipendium der Familie gebracht hat. Die finanzielle Unterstützung und die Schulmaterialien, die im Rahmen des Programms bereitgestellt wurden, haben ihnen eine enorme finanzielle Last von den Schultern genommen, sodass Goshitha nun lernen kann, ohne Angst vor einem Mangel an Ressourcen haben zu müssen.
Bevor ich mich verabschiedete, fragte ich Goshitha nach seinem größten Traum. Augen sah er mich an und sagte: „Ich möchte in der Zukunft ein erfolgreicher Arzt werden.“
Sowohl Goshitha als auch seine Mutter drückten ihre grenzenlose Dankbarkeit aus, während ihnen die Tränen in die Augen stiegen. Sie bedankten sich wiederholt bei den Paten sowie beim ehrwürdigen Thero.
Als ich an diesem Abend ihr Haus verließ, blieb mir ein tiefgründiger Gedanke im Kopf.
Kinder wie Goshitha, die mit seltenen Talenten gesegnet, aber durch das Schicksal eingeschränkt sind, sind diejenigen, die uns am meisten brauchen. Goshitha ist auf dem Weg, als zukünftiger Arzt Leben zu heilen, und gemeinsam helfen wir ihm, den ersten Schritt zu machen.
– Tesheema Chammi –
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

